Die Sprache des Materials – Gruppenausstellung

Stephan von Wiese, zitiert aus dem Katalogtext zur Ausstellung

„Die Werke von Julia Lohmann, Marcel Hardung, Günter Thorn in der Ausstellung der Kunsthalle Viersen sind ein Zeitbild, bei denen das Material symbolischen Charakter gewinnt. Veränderungsprozesse finden statt. Die technische und digitale Welt bekommt Sprünge, wird fragil, strukturiert sich um. Mit ihren jeweiligen Rauminstallationen schaffen die Künstler dementsprechend einen Parcours aus unterschiedlichsten, häufig industriellen Werkstoffen, man findet Beton, Glas, Holz, bemaltes Aluminium, Stahl, große, mit Prägungen versehene Papierbahnen in großer Labilität, Fragilität, Mutation. Die verwendeten Materialien scheinen brüchig zu werden, Risse zu bekommen, den Raum in immaterielle Schwingung zu versetzen. Gerade in diesem jeweiligen Mutationsprozess der Materialsprache liegt der ästhetische und erkenntnistheoretische Zusammenhalt der Präsentation.

Die Welt scheint aus den Fugen geraten. Nichts steht hier in den gezeigten Arbeiten auf sicheren Beinen. Die Sedimente liegen frei, sie verschieben sich, Erdschollen türmen sich und stürzen ein, Bilder entfärben sich, einst funktionstüchtige elektrische Geräte werden einbetoniert, die Elektronik wird in Papierbögen eingeschweißt, wird außer Kraft gesetzt, Glasscheiben stehen auf der Kante in labiler Balance, werden nur von Magnetfeldern aufrecht gehalten. Diese prekäre Materialsituation ist der „rote Faden“, der das Ensemble der drei Künstler zusammenhält.“

Die Sprache des Materials
Gruppenausstellung

Julia Lohmann
Marcel Hardung
Günter Thorn

vom 16. September bis 28. Oktober 2018

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Julia Lohmann
Marcel Hardung
Günter Thorn

Katalog zur Ausstellung